20.04.2020

Crash am Deutschen Immobilienmarkt?

Die Corona-Pandemie wird unserer Auffassung nach den Immobilienmarkt nicht völlig aushebeln, doch wie schon nach der Finanzkrise 2008 wird es zu graduellen Veränderungen unter der Maßgabe Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis kommen.

Entgegen den Entwicklungen am Börsenmarkt zeigt sich zunächst keine Änderung im Immobilienbereich. Dies liegt maßgeblich an den Transaktionszeiträumen für Besichtigungen, Notartermine und Kreditanträge, welche nicht selten Tage, sogar oft Wochen, vergehen.

Die Preisentwicklung wird schlussendlich vom BIP abhängen. Je stärker und je länger die Rezession, desto schärfer der Preiseffekt. Nachdem eine Rezession unvermeidlich ist wird dies auch für die Kaufpreise von Immobilien gelten.

Die Preisentwicklung im Mietbereich wird auch davon abhängen, ob es eine neue Zuwanderungswelle gibt, welche sodann auf die Miethöhe Einfluss haben kann. Unabhängig davon gehen wir zunächst von einer Stagnation der Neuvertragsmieten aus.

Auch wenn kurz bis mittelfristig die Preise und vielleicht auch die Mieten sinken werden, wird es dennoch keine Leerstände geben.